Mühlholzgasse: Verkauft!

Denkmalgeschütztes Haus und 7000m² Areal am Wildpark Connewitz wird gentrifiziert

Denkmalgeschütztes Haus und 7000m² Areal am Wildpark verkauft. Connewitz wird weiter gentrifiziert

Im letzten Jahr hängte der Eigentumer am Denkmal geschützten Märchenschloss in der Mühlholzgasse ein Verkaufsangebot auf: „7000m² Baugrundstück zu verkaufen.“

Ich kam gar nicht erst dazu es zu fotografieren, da war das Plakat schon übersprüht.

Jetzt hängt ein neues Plakat an der Ecke, das uns darüber informiert, dass wir bald neue Nachbarn haben werden.
Ein Blick auf die ausgelobten Preise legt nahe, dass es abermals sehr betuchte neue Nachbarn sein werden, denn die Wohnungen werden zwar mit dem typischen studentischen und alternativem Flair von Connewitz und dem idyllischen Auenwald als Naherholungsgebiet beworben, die Preise sind aber für genau dieses alternative Klientel, wie zu erwarten, einfach unerschwinglich.

Nochmal zur Erinnerung: wenn auf dem Wohnungsmarkt in Connewitz weiterhin fast durchweg im hochpreisigen Segment gebaut und saniert wird, findet ein Austausch der Bevölkerung statt und das nennt sich dann Gentrifizierung.

Auf den Internetseiten der Immobilienfirma Dima werden jedenfalls die verschiedenen Wohneinheiten mit Grundriss zum Kauf angeboten. Für die 50m² Wohnung bezahlt man 170000 Euro, für die größte Ausführung mit Wohnfläche 470m² 1,5 Millionen Euro.  Ebenfalls auf den Seiten gibt es interessante Fotos, die das Haus im derzeitigen Zustand zeigen.

Im gegen über liegendem Leopoldpark ist bisher übrigens noch kein Baum gefallen. Aber ewig wird das auch nicht so bleiben.

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2 Kommentare zu “Mühlholzgasse: Verkauft!

  1. Bisschen anders geschrieben und der Artikel könnte von der AFD stammen. „Austausch der Bevölkerung“, „Gentrifizierung“. Da kommt mir echt das kalte Kotzen. Wie definiert man denn einen richtigen Connewitzer, bzw jemanden der es in euren Augen wert ist hier zu leben. Sind es rein äußerliche Merkmale oder definiert ihr Menschen schlichtweg über den Gehaltsscheck? Muss man vielleicht in 3. Generation Connewitzer sein und das mit dem Connewitz-Ausweis nachweisen? Sorry aber ihr beschreitet, meiner Meinung nach, den falschen Weg.
    Ich persönlich wohne gerne in Connewitz und bin froh dass es viele Menschen gibt die anders denken als Ihr. Ich geb offen zu dass ich bissl mehr für meine Arbeit bekomme als der Durchschnitt. So what, das habe ich mir auch erarbeitet um meinen Kindern jede schulische und sportliche Ausbildung zu bieten, die sie gerne möchten. Das ist mein persönlicher Luxus. Und auch das ich den Jungs am Rewe mal ein Bier spendiere oder ihnen 5€ zustecke, auch das ist mein persönlicher Luxus. Das Geld regiert doch nicht mein Denken und meine politische Einstellung. Verteufelt mich jetzt oder lasst es, interessiert mich eigentlich nicht.

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    • Wie Du schon sagst: Dir steht genug Geld zur Verfügung um hier in Connewitz Dein Leben finanzieren zu können. Es gibt aber genug Menschen, die hier bisher gut leben konnten, ihre Arbeitskraft in viele gemeinnützige Projekte steckten mit denen die Immobilienhaie jetzt werben, die aber zu wenig Einkommen haben um in Connewitz weiter zu leben und es somit auch nicht mehr bereichern können.

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